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Haltung
die Anschaffung
Vor dem Kauf sollten einige Dinge durchdacht werden
Wellensittiche können bis zu 15 Jahre alt werden. Wie alt der Wellensittich wirklich wird, hängt von seinem Wesen und seiner Haltung ab.
Ein Wellensittich sollte nicht alleine gehalten werden. Wellensittiche sind von Natur aus Schwarmvögel und fühlen sich einsam, wenn sie keine Spielkameraden
haben. Du solltest also mindestens zwei Wellensittiche halten.
Werden die Wellensittiche in einem (großen) Käfig gehalten, sollte der Käfig einen festen Platz haben. Ständiges Umstellen mag der Wellensittich gar nicht.
Ein Wellensittich, der nicht fliegen kann, ist kein glücklicher Wellensittich. Du solltest vorher sicher stellen, dass der Käfig groß genug zum Fliegen ist oder dem Wellensittich in einem geeigneten Raum Freiflug gewährt werden kann.
Du solltest dir im klaren sein, dass ein Wellensittich, wie andere Tiere auch, Dreck macht. Ca. alle 15 Minuten lässt der Wellensittich ein
"Bömbchen" fallen. Beim Fressen bleiben die Hülsen liegen und werden beim nächsten Flügelschlag in die Luft katapultiert.
Der Käfig der Wellensittiche muss regelmäßig gereinigt werden.
Machst du länger und/oder oft Urlaub? Bist du oft beruflich unterwegs? Für die Zeit, wo du nicht da bist, brauchst du einen Ersatzpfleger für die Wellensittiche.
Ist der Wellensittiche einmal krank, muss er zum Tierarzt. Das kostet Geld und Zeit.
Bitte prüfe vor der Anschaffung von Wellensittichen, ob es jemanden in deiner Familie gibt, der allergisch gegen Gefiederstaub ist.
Beim Kauf sollte man sich Zeit lassen
Du solltest das Verhalten der Wellensittiche untereinander aus sicherer Entfernung einige Zeit beobachten. Somit erkennt man schon das Temperament eines Wellensittichs. Beim Kauf von 2 Wellensittichen schaue, welche Vögel gut miteinander auskommen.
Es gibt während des Tages mehrere Momente, wo die Wellensittiche ein Nickerchen machen. Das ist auch o.k. so. Ein Wellensittich, der jedoch einfach nur so herumsitzt, während die anderen schon wieder putzmunter sind, könnte krank sein. Ebenso ein Wellensittiche, der beim Herantreten an den Käfig zahm wirkt und aufgeplustert herumsitzt ist nicht in Ordnung.
Der Wellensittich, den du aussuchst, sollte lebhaft sein und klare große Augen haben. Der Wellensittich kann ruhig etwas scheu sein, da er den Umgang mit Menschen noch nicht gewöhnt ist.
Der Wellensittich sollte ein sauberes und komplettes Gefieder haben (Schwanz- und Schwungfedern). Ebenso sollten die Zehen und das Aftergefieder sauber sein. Ist das Aftergefieder verschmutzt, könnte das auf eine Krankheit hinweisen. Wässriger Durchfall und ein sauberes Aftergefieder ist meistens nur die Aufregung durch den Fang und legt sich wieder, wenn der Wellensittich sich beruhigt hat.
Wellensittiche sollten immer mit einem geschlossenen Ring beringt sein. Nur somit besteht die amtliche Kennzeichnungspflicht für Papageien.
Auch beim Transport sind einige Dinge zu beachten
Für einen kurzen Weg kannst du den Wellensittich in einem kleinen Pappkarton mit Luftlöchern transportieren. Die Zoohandlung oder der Züchter hat in der Regel einen solchen Karton parat.
Für längere Reisen eignet sich ein kleiner Transportkäfig mit Gittern auf der Längsseite. Streue etwas Körner auf den Boden, dann hat er während des Transports etwas zu knabbern und kann sich so etwas ablenken.
Du solltest nicht den Käfig, in dem der Wellensittich später wohnen soll, als Transportkäfig nutzen. Er wird sich nachher die erste Zeit im Käfig nicht wohlfühlen und sich vielleicht sogar ängstlich verhalten.
Kommst du jetzt mit dem Wellensittich nach Hause, sollte der Käfig bereits fertig hergerichtet sein. Im Käfig sollten sich Futter und Wasser und Kolbenhirse befinden. Die Kolbenhirse sollte in der Nähe einer Stange angebracht sein. Etwas Körnerfutter solltest du auf den Boden streuen, damit der Wellensittich nicht hungern muss, wenn er seinen Futternapf nicht gleich findet. Sitzt der Wellensittich dann im Käfig, solltest du Hektik vermeiden. Verhalte dich in der Nähe des Käfigs ruhig, damit er sich an sein neues zu Hause gewöhnen kann. Transportkäfig 
Die
Eingewöhnung an sein neues Zuhause Kommt ein neuer Wellensittich in deine Familie, muss man diesen behutsam an seine neue Umgebung gewöhnen.
Wellensittiche sind Gewohnheitstiere und lieben einen geregelten Tagesablauf.
In den ersten Tagen sollte alles vermieden werden, was den Wellensittich in Angst und Schrecken versetzt:
- laute Geräusche
- hektische Bewegungen
- grelles Licht
- ständiges Umstellen des Käfigs
- zuschlagen von Türen
Jeder Wellensittich reagiert anders auf seine neue Umgebung. Die einen gewöhnen sich schnell ein, andere benötigen etwas mehr Zeit. Wichtig ist, das sie Geduld aufbringen.
Rede behutsam mit ihm, damit er sich an deine Stimme gewöhnt.
Sorge dafür, dass genug Futter und Wasser im Käfig ist.
Da nicht jeder Wellensittich das Futter sofort findet, streue etwas Körner auf dem Boden oder hänge (bevor die den Wellensittich in den Käfig lassen) ein Stück Kolbenhirse hinein.
Stelle den Käfig gleich an den Platz, wo er auch die ersten Wochen stehen bleiben soll.
Lasse über Nacht ein schwaches Licht brennen, damit sich der Wellensittich orientieren kann, wenn er nachts durch unbekannt Geräusche geweckt wird und sich nicht durch wildes herumflattern verletzt.
Wenn du am nächsten Morgen den Futter- und Wassernapf aus dem Käfig nimmst, verhalte dich ganz ruhig und rede behutsam mit ihm.
Fängt der Wellensittich an zu fressen und trinken und putzt er sein Gefieder, dann ist der erste Schock für ihn schon vorbei. Aber trotzdem wird es noch eine ganze Zeit dauern, bis der Wellensittich ruhig sitzen bleibt, während du die Näpfe aus dem Käfig holst oder den Käfigboden säuberst.
Leben schon mehrere Wellensittich bei dir, hat es der Neuling etwas einfacher. Manche Dinge schaut er sich von den anderen ab. zurück
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